Söderei

Hier werden Menschen amĂŒsiert und Religioten provoziert

Es stellt sich bei den Söder-Kreuzen auch gar nicht so sehr die Frage, ob so ein Kruzifix im öffentlichen Raum hĂ€ngen darf. Es ist vielmehr zu berĂŒcksichtigen, ob andere Personen dies aufgrund ihrer Weitsicht und ihrer Grundrechte, dieses „öffentliche Plakatieren“ mit Kreuzen im öffentlichen Raum hinnehmen mĂŒssen.

Herr Söder besitzt nicht das Recht, seine ganz persönliche GlaubensĂŒberzeugung einer archaischen Hirtenkultur zur allgemeinen Rechtsnorm zu erklĂ€ren, nach der sich Andersdenkende richten mĂŒssen.

Das AufhĂ€ngen von Kreuzen in einem AmtsgebĂ€ude beschĂ€digt das wichtigste Kapital einer Demokratie, nĂ€mlich das Vertrauen aller BĂŒrger in die NeutralitĂ€t unseres Staates.

„NatĂŒrlich bin ich beleidigt, dass im öffentlichen Raum mit Kreuzen christliche Gewaltsymbole angebracht werden, die nicht meiner Weltanschauung entsprechen und der vieler anderer auch nicht. Hier wird in Behörden von Herrn Söder der öffentliche Raum fĂŒr seine persönlichen Weltanschauungsfragen missbraucht. Bei den katholischen/ evangelischen Amtskirchen handelt es sich auch um gewerbliche Unternehmen. Und fĂŒr diese Unternehmen wirbt der AnfĂŒhrer aus der Bayerischen Staatskanzlei im öffentlichen Raum fĂŒr die Sache der Amtskirchen, die jedes Jahr mehr AnhĂ€nger verlieren.
Herrn Söder ist zu wĂŒnschen, dass er vom christlichen Missionierungsweg wieder auf den demokratischen Rechtsweg zurĂŒckfindet.
Unzweifelhaft ist das Kreuz, wie auch das Kruzifix, Symbol einer bestimmten religiösen Überzeugung und nicht nur etwa Ausdruck der vom Christentum mitgeprĂ€gten, abendlĂ€ndischen Kultur.
Ein Gottesbezug in Form von Kreuzen und Kruzifixen bedeutet eine weltanschauliche Bevormundung von Menschen, deren Weltbild ohne Götter, Götzen, Feen und Kobolde auskommt.
Und wenn schon ĂŒberhaupt Kreuze, dann sollten diese dort ihren Platz haben, wo der christliche Glaube im Mittelpunkt steht, so z. B. in privaten RĂ€umlichkeiten, in kirchlichen Einrichtungen oder in Kirchen selbst.
Es gibt immer mehr Menschen, die eine weltanschauliche NeutralitĂ€t in stĂ€dtischen und staatlichen Einrichtungen, wie auch in Unternehmen einfordern. Und daran sollte sich Herr Söder orientieren und nicht an klerikalen Forderungen des Mittelalters.“

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